Internationaler Verein  "Aufklärung und Koran"   

 

Hingabe — Allahu akbar

Dritte Tiefe

Islam bedeutet Hingabe.

Gemeint ist die Hingabe an den Schöpfergott Allah, der Welt und Mensch sich selbst zur Preisung geschaffen hat.

„Und die Dschin und die Menschen habe ich nur dazu geschaffen, dass sie mir dienen.“
 
Suren 51, Vers 56*
(*) Wird auch in dem Artikel „Wofür hat Allah den Menschen gemacht?“ zitiert.


Eingeübt wird die Hingabe an Allah in allen 5 Säulen des Islam.

Hingabe fordert bereits das Sprechen des Glaubensbekenntnisses, der Schahada, das im arabischen mit einer Verneinung beginnt, mit einer Ablehnung jeglicher Autorität, die nicht Allah ist. Gefordert wird die Gesamtheit aller dem Menschen möglichen Hingabe ausschließlich an den Adressaten „Allah“.

Im „Salat“, dem Ritualgebet, wird hingebetet auf einen Höhepunkt, der die Niederwerfung auf die sieben Punkte ist. In diesem mehrfach durchgeführten Sudschud des Salat wird die gleichzeitige Hingabe der Gläubigen besonders während der Hadsch an oftmals hunderttausenden von Rücken sichtbar.

Auch die dritte Säule des Islam hat als Kern Hingabe, nämlich die gesetzlich genau festgelegte Hingabe von Geld, auch Armenabgabe oder Zakat genannt. Hier muss jährlich 2,5 % von allem Besitz oberhalb des lebensnotwenigen, dem sogenannten Nisab, während des Ramadan gespendet werden.

Eine vierte Art von Hingabe ist die beschwerliche, oftmals gefährliche und teure Reise nach Mekka, der Hadsch.

Eine fünfte Form der Hingabe an Allah ist das tägliche Komplett-Fasten von vor Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang im Monat Ramadan, dem 9. Monat des 12 monatigen Mondkalenders.

Eine außerdem in der islamischen Welt weithin geübte Hingabe ist die an das Kismet, an das von Allah vorherbestimmte Schicksal. Schließlich ist in der Mutter des Buches, im Originaltext des Koran, der im Himmel bei Allah selbst liegt, alles Geschehen im Voraus bestimmt.

Wie sehr das höchste islamische Fest, das Opferfest, gefeiert am 3. Tag der Hadsch, mit der Hingabe verbunden ist, ja sie geradezu thematisiert, wird in anderen Artikeln der Tiefe 3, u. a. in dem Artikel Ibrahim-Ismael bearbeitet.

Der Adressat aller Hingabe ist Allah, am besten mit der Kurzformel „Allahu Akbar“ gekennzeichnet.

Allah ist der Größere zu allem Denk- und Vorstellbaren, zu allem Möglichen und Unmöglichen, zur Gegebenheit der gesamten Schöpfung wie auch zu ihrer Vernichtung.

Immer noch ist er größer, allmächtiger, erhabener , allwissender…..

Nicht umsonst hinterlegt die Zeitung „Saudi-Gazette“, die sich als Stimme des muslimisch-heiligen Landes versteht, ihrem Video über den Hadsch den Nachhall des Sprechgesangs Allahu -akbar.

Für einen gläubigen Moslem ist in diesem Ausdrucksgefüge das Geschehensgesetz der gesamten Schöpfung enthalten. Alles Seiende verweist preisend auf den Schöpfer, auf den Urgrund, aber auch auf den Erhalter der Gegenwart und den Bestimmer der Zukunft.

Die wunderbare Passgenauigkeit allen natürlichen und menschlichen Geschehens erzwingt nach muslimischer Ansicht eine solche Preisung geradezu.

Wie aber, wenn der Mensch sich weigert, Allah zu preisen; sich weigert, ihn als den Schöpfer anzuerkennen? Was, wenn er darüber hinaus die im Koran gegebenen Lebensgesetze ablehnt, ja, wenn er auch die koranische postmortale Doppelprophezeiung von Paradies und Hölle für sich für ungültig erklärt?

Hat der fromme Moslem dann die Möglichkeit tolerant beiseite zu stehen?

Ja, er hat noch mehr als nur diese Möglichkeit. Mitglieder unseres Vereins „Aufklärung & Koran“ haben extrem hilfsbereite Muslime und Muslima erlebt. Obwohl unschwer zu erkennen, dass der Nutznießer ihrer Freundschaft und/oder Barmherzigkeit ein Christ, ein Ungläubiger also, war, haben sie von muslimischer Seite in Einzelfällen beinahe überweltliche Freundlichkeit und Hilfe erfahren.

Ja also, er hat es. Und weiterhin:

Sogar der Ausruf des Totschlägers für Allah „Allahu Akbar“ schützt diesen nicht vor einer Verurteilung seiner Mitgläubigen. Es gibt Muslime, die im privaten Gespräch diesen Ausruf als Gotteslästerung brandmarken. Damit beweisen sie einen vorbildlichen Grad selbstständigen Denkens, denn der Koran ist vom Grundton her kriegerisch und ungnädig gegenüber Ungläubigen.

Muslime bei der Hadsch, 2017

Als weiteren Nachweis für den kriegerischen Grundton des Koran schreibe der Leser bitte die folgend angegebenen Versanfänge in das Suchfeld bei Google ein.

Die einfachen Gläubigen beweisen aber gegen den ansonsten kriegerischen Koran eine Selbständigkeit des religiösen Denkens in dem Sinne, dass sie die Basmalla ( siehe Artikel Basmalla ) , die Anrufung eines vielfach barmherzigen Gottes, über alles andere im Koran stellen.

So können sie dann auch ihre eigene Barmherzigkeit als eine Preisung Allah´s , weil demütige Nachfolge , verstehen.

Ist es möglich, dass auch im Mainstream-Glaubensleben des Islam ein solches barmherziges Gottesbild auch gegenüber Nicht- und Anders-Gläubigen einmal die Vorherrschaft gewinnt, dass z. B. der gegenwärtig oberste Geistliche der Al Azar- Universität/Moschee in Kairo, Scheich Ahmed Mohamed al Tayib, den Ausruf „Allahu akbar“ bei Einleitung eines sogenannten Selbstmordattentats, einer sogenannten Märtyrer-operation, zur Gotteslästerung erklärt?