Internationaler Verein  "Aufklärung und Koran"   

 

Die Ibrahim-Ismael-Erzählung

Dritte Tiefe

In der Thora, Moses 1 Kapitel 22, Verse 1 bis 19, wie auch an gleicher Stelle im sogenannten „alten Testament der christlichen Bibel“ wird diese Sohnes-Opferung als Abraham-Isaak-Geschichte historisch erstmalig erzählt unter der Überschrift: “Und Gott versuchte Abraham!“

Diese Version sei hier einleitend kurz nacherzählt: Jahwe gab Abraham im Traum den Befehl, ihm seinen – erst im hohen Alter mit seiner Frau Sara gezeugten –einzigen Sohn Isaak zu opfern. Es wird berichtet, wie Vater und Sohn einträchtig zur Opferstätte gehen. Isaak trägt die Werkzeuge zum Feuer-machen, Abraham das blanke Messer. Der Sohn fragt während des Wegs nach dem Schaf, das geopfert werden soll. Der Vater antwortet:“ Gott wird sich ein Schaf schon noch ersehen.“

Und tatsächlich: Genau in dem Moment, als der Vater dem Sohn die Kehle durchschneiden will, fällt ein Engel Jahwes ihm in den Arm und Abraham darf statt seines Sohnes einen Widder opfern, der sich in`s nahe Gestrüpp verirrt hatte.
Wegen ihrer abnormalen Fremdheit überkommt es die Empfänger dieser Geschichte meist wie mit einem Schauer.
Die Aussage dieser Geschichte gilt für Juden und Christen bis heute: Die Aufgabe des Menschen ist es, Gott zu folgen, auch dann, wenn es gegen das eigene Gewissen ist, auch dann, wenn das natürliche menschliche Gefühl dem Gebot Gottes widerspricht.

Diese Geschichte ist der Geburtshelfer der Glaubensstärke.

Die Abraham/Isaak-Geschichte zusammen zu denken mit einem liebenden Gott ist aber nahezu unmöglich. Der Gott, der Abraham hier versuchte, erscheint viel eher ein zynischer Gott zu sein. Aber kann Gott zynisch sein?

Bei einer Gesamtübersicht der Religionen Judentum und Christentum gewinnt man als Antwort auf diese Frage insgesamt aber den Eindruck, dass diese Geschichte in Dienst genommen wird für eine vorgängige Herstellung von Ergebenheit der Gläubigen, die aber dann ganz anders genutzt wird.

Man gewinnt aus der folgenden Tiefe dieser beiden Religionen also den Eindruck, dass diese Geschichte den Auftrag hat, den Menschen von Anfang an fest an Gott zu binden, dass aber diese beiden Religionen aus dieser Bindung heraus ansonsten nur menschlich hochwertige Ziele erreichen wollen: im Judentum und Christentum das Einhalten der 10 Gebote; im Christentum darüber hinaus das Einhalten des Liebesgebots sogar auch gegenüber den Feinden.

Im Islam aber gewinnt diese Geschichte ihren entscheidenden Wert in sich selbst. Das höchste islamische Fest, das Opferfest, `Idu l-Adha, begründet sich unmittelbar in ihr. Die Opfertiere sind überwiegend Ziegen, deshalb heißt das Fest in Frankreich auch „Fest der Ziegen“.

Dabei ist im Koran die Erzählung der geplanten Opferung Ismaels –im Koran ist das geplante Opfer Ismael, der Sohn Abrahams mit Hagar— noch verschärft dadurch, dass der Sohn sich wissentlich um seinen bevorstehenden Tod zur Schlachtbank führen lässt. Der im Traum verkündete Wille Allahs, den Abraham Ismael berichtete, ist für beide Beteiligten höchstes Gesetz. Ismael will sich nach eigener Aussage „ standhaft “ erweisen. Beide erkennen als höchsten Wert die Hingabe an Gott.
Dies feiert die gesamte Religion Islam.

Im Opferfest, am 10. Tag des Pilgermonats Dhu l Hiddscha, am 3. Tag der Hadsch, etwa 70 Tage nach dem Zuckerfest werden weltweit Millionen von Ziegen und Schafen geschlachtet, um die fraglose Opferbereitschaft Ibrahims und Ismaels zu feiern. Das Opferfest ist das höchste islamische Fest, weil die Hingabe an den Willen Allahs das ist, was der Islam vorrangig propagiert.

Gelten im Judentum die 10 Gebote als das höchste Gebot; im Christentum die Nächsten- und Feindesliebe, so gilt im Islam die Opferbereitschaft für Allah als das höchste Gebot.

Folgerichtig ist insofern die geschichtliche Erscheinung der sogenannten Assassinen, die vom Ende des 11. bis Mitte des 13. Jahrhunderts im vorderen Orient ihr Unwesen trieben.

Als Schiiten erkannten sie die Sunniten als Muslime nicht an und töteten diese oft sogar während ihres Freitagsgebets. Durch das Töten für Allah hatten sie sich das Paradies verdient, siehe den später noch im einzelnen besprochenen Vers 111 der Sure 9. Ihre Selbst-Tötung ( Opferung ) nahmen sie Ibrahim/Ismael folgend willig an.

Rembrandt: Der Engel verhindert die Opferung Isaaks, Eremitage.

Auch bekannte christliche Kreuzfahrer gehörten zu ihren Todes-Opfern. Sie wurden oftmals von ihnen inmitten ihrer Gefolgsleute getötet im vollen Bewusstsein, dass ihr eigener Tod dann auch unausweichlich folgte.

Ein anderes jahrhundertelanges Beispiel für die Selbstopferbereitschaft im Islam waren die Janitscharen, die islamisch fanatisierten Elitetruppen der Osmanen ( osmanisches Reich 1299 bis 1923 ), die ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben manche Schlacht zugunsten des jeweiligen Kalif-Sultans von Istanbul entschieden haben.

300 tote US-Soldaten in Friedensmission in Beirut 1983 nach einem Selbstmord-Lastwagen-Sprengstoffanschlag waren in der Jetztzeit der Auftakt einer Welle von sogenannten Selbstmordattentaten. Seitdem bezeugen die Selbstmordattentate weltweit abrufbarer Salafisten die nach wie vor äußerst wirksame Allah-bezogene Opferkultur im Islam.

Auch der seit 2015 aktive „islamische Staat“, der wie die Assasinen ehemals auf dem Gebiet von Syrien und Irak agiert(e), wirbt für sich mit dieser „Opferkultur“. Er führt(e) in bisher unerreichter Anzahl sogenannte Märtyrer-operationen ( Selbstmordattentate ) nicht nur in Syrien/Irak sondern auch ferngesteuert weltweit durch.

Ihr letzter irdischer Befehlshaber ist ( war ) Abu Bakr al Baghdadi, der seit 2015 in der Hauptmoschee von Mosssul ausgerufene Kalif des sogenannten islamischen Staates. Er ist übrigens Träger eines Islam-Diploms der Universität Samara im Irak.

Ist sein Islam-Verständnis vom Koran her zu widerlegen?