Internationaler Verein  "Aufklärung und Koran"   

 

Menschenrechte und Koran

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Natürlich kann hier Geschichte und Substanz der Menschenrechte nur als kurzer Überblick dargestellt werden; das gleiche gilt für die Beziehung der Aussagen des Koran zu den Menschenrechten.

Erstmals politisch wirksam formuliert wurden die Menschenrechte am 4. Juli 1776 durch den amerikanischen Kontinental-Abgeordneten Thomas Jefferson und eine kleine Gruppe von Menschen, die ihn beraten hatte.
 
„Wir halten folgende Wahrheiten für selbstverständlich: Alle Menschen sind gleich geschaffen. Sie sind vom Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten begabt. Dazu gehören Leben, Freiheit und das Streben nach Glück. Um diese Rechte zu sichern, sind unter den Menschen Regierungen eingesetzt; diese wiederum leiten ihre Machtvollkommenheit von der Zustimmung der regierten Menschen her. Wann immer eine Regierung diese Zwecke gefährdet, ist es das Recht des Volkes, sie zu ändern oder abzuschaffen und eine neue Regierung einzusetzen. …“
 
Dieser Passus der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung beinhaltet den Kern der Menschenrechte, der etwas größer und breiter ausformuliert in der französischen Revolution von 1789 vorgetragen wurde.
 
a) Recht auf Freiheit, Eigentum, Sicherheit, Widerstand gegen Unterdrückung
b) Herrschaft des Gesetzes. Keine Sonderregelung wie z. B. das nachherige Schaffen von Straftatbeständen, die dann gegen den Zeitlauf in die Vergangenheit hinein wirksam gemacht werden.
Art. 103 II GG, §2 StGB: Verbot der Rückwirkung!
c) Bis zum Urteil hat die Unschuldsvermutung zu gelten.
d) Religionsfreiheit herrscht; es sei denn, die Religion verstoße gegen die öffentliche Ordnung.
e) Garantiert ist die freie MeinungsäußerungIm Gegensatz zu einem Rückbezug auf Gott war hier die Referenzsubstanz der „volonté generale“.
An vielen Stellen beschneidet, negiert, verkehrt der Koran solche Menschenrechtsaussagen, die dem Einzelmenschen, egal ob Mann oder Frau, Gerechtigkeit und in ihr Souveränität zusprechen.

Sure 51, 56 „ Und die Dschin und die Menschen habe ich nur darum erschaffen, dass sie mir dienen.“
 
Sure 19, 93 „keiner in den Himmeln und auf Erden darf sich dem Erbarmer anders nahen als als Diener.“

Statt eines Rechtsstaats mit bis zum Urteil geltender Unschuldsvermutung sowie anstelle einer Gesellschaft mit verordneter Religionsfreiheit lauten die koranischen Regelungen:

Sure 2, 178 „Ihr Gläubigen! Bei Totschlag ist Euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben: ein Freier für einen Freien, ein Sklave für einen Sklaven und ein weibliches Wesen für ein weibliches Wesen. ..“
 
Sure 2, 191 „Und tötet sie ( die heidnischen Gegner), wo immer Ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie von da, von wo sie Euch vertrieben haben.“
 
Sure 2, 193 „Und kämpft gegen sie, bis niemand ( mehr ) versucht ( Gläubige zum Abfall vom Islam ) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird.“
 
Sure 2, 216 „Euch ist vorgeschrieben, ( gegen die Ungläubigen) zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist.“

Es wird also sehr viel von der allen anderen Erwägungen voranstehenden Pflicht, für den Glauben zu kämpfen, gesprochen.

Aber auch das Zusammenleben von Mann und Frau wird im Koran geregelt. Das Scheidungsrecht dort bevorzugt ähnlich ungerecht wie das römische Recht eindeutig den Mann, der für eine rechtskräftige Scheidung nur eine Scheidungsformel ( Talaq= ich verstoße Dich ) aussprechen muss. An diese werden allerdings einige Bedingungen geknüpft. An mehreren Stellen heißt es im Koran zur Begründung für diese ungerechten Bevorzugungen der Männer: „wegen dem, was Allah den Männern vorausgab“. Diese „Vorausgabe“ wird allerdings an keiner Stelle erläutert.

So verfährt der Koran auch in Sure 4 , Vers 34: „Die Männer sind den Weibern überlegen, wegen dem, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat und weil sie von ihrem Geld für die Weiber auslegen. Die rechtschaffenen Frauen sind gehorsam und sorgsam in der Abwesenheit ihrer Gatten wie Allah für sie sorgte. Diejenigen aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet- warnet sie, verbannt sie in die Schlafgemächer und schlagt sie. Und so sie euch gehorchen, so suchet keinen Weg wider sie; siehe Allah ist hoch und groß.“

Nicht nur, dass dieser Vers die besondere Qualität der Höhe und Größe Allahs darin enthüllt, dass sie für Frauen offenbar nicht gegeben ist und er eine eindeutig patriarchalische Familienverfassung befiehlt, nicht nur dass er die behauptete Oberhauptstellung des Mannes auch mit Gewalt zu erhalten legitimiert, dieser Vers steht eindeutig nicht auf dem Boden des Grundgesetzes , welches unmissverständlich von der Gleichheit von Mann und Frau spricht.

 
Blick in die Oberkirche von Assisi mit den vier Kirchenheiligen: Gregor, Hieronymus, Ambrosius und Augustinus.
 
Der Widerspruch des Korans geht aber weit über den Gleichheitswiderspruch hinaus: Aus der angeblichen Ungleichheit ( im menschlichen Wert ) zwischen Mann und Frau, leitet der Koran die Gewaltlegitimation für den Mann gegen eine von ihm selbst als unbotmäßig eingestufte Frau her.
 
Weiterführende Literatur:
Der Koran, Reclam, Übersetzung von Max Henning;
Grundgesetz; Beck-Texte im dtv