Internationaler Verein  "Aufklärung und Koran"   

 

Die christliche Trinität wird als Einheit von
Gottvater (Allah), Jesus und Maria bezeichnet

Vierte Tiefe

Der Koran unterstellt den Christen, drei Götter anzubeten. Das ist eine heutzutage nicht mehr zutreffende Aussage. Es muss allerdings zugegeben werden, dass zur Lebenszeit Mohammeds (570 – 632) die heutige Trinitätslehre in christlichen Regionen noch nicht unbestritten war. Erst in der 11. Synode von Toledo 683 n. Chr. wurde sie als Dogma formuliert. Zur Zeit Mohameds gab es im orthodoxen Christentum die Lehre der Theotokos, Gottesgebärerin, die wohl auch in einzelnen Zweigen ein Bekenntnis der Gottheit Marias beinhaltete.

Falsch ist aber diese Aussage, dass Christen mehrere Götter anbeten, heute. Und gerade das zeigt wie starr fixiert auf den Zeitpunkt seiner Entstehung die koranischen Aussagen sind, obwohl sie doch Gottes ewig gültiges und stets aktuelles Wort zu sein vorgeben.

Vielmehr ist für den Islam auch heute noch gültig der 73. Vers der Sure 5: „Wahrlich ungläubig sind diejenigen, die sagen Allah ist dritter von Dreien. […]“

Zur weiteren Erläuterung, welche Form der Dreigottlehre der Koran den Christen unterstellt, Sure 5, 116: „[…] O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesprochen: nehmet mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah an?“

Falls diese Unterstellung je zugetroffen hat, seit dem 4. Lateralkonzil von 1215, dass das Dogma der Synode von Toledo bestätigte, sieht das Christentum in der Trinität von Vater, Sohn und heiligem Geist nur unterschiedliche Formen ein und desselben Gottes.


Im Geist des Vaters hatte Jesus seine Leidensstationen durchlebt, derer sich hier Maria, seine menschliche Mutter, erinnert. (Maria im Weingarten (Volkach), Holzschnitzwerk von Tilmann Riemenschneider)
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