Internationaler Verein  "Aufklärung und Koran"   

 

„[…] und so er [der Koran] von einem
anderen wäre als Allah, wahrlich,
so fändet ihr in ihm viele Widersprüche!“

Sure 4, 82 | Vierte Tiefe

Sure 4, 82:

„Ist’s nicht, daß sie den Koran studieren? Und so er von einem andern als Allah wäre, wahrlich, sie fänden in ihm viele Widersprüche.“

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llerdings findet ein aufmerksamer Leser recht viele Widersprüche im Koran. Als erstes Beispiel sei hier angeführt die koranische Betrachtung des Weins: in Sure 83, 25 ist der Wein ein Bestandteil paradiesischer Wonnen. In Sure 16, 62 ist er ein berauschender Trank und gute Speise. In Sure 2, 216 heißt es von ihm, dass er Vor- und Nachteile hätte. In Sure 4, 46 soll man ihn nicht trinken vor dem Gebet. In Sure 5, 93 wird ein klares und generelles Weinverbot ausgesprochen.

Als zweites Beispiel sei die in verschiedenen Versen unterschiedliche Einstellung zu den Christen erwähnt. In 5, 69 wird Juden und Christen, die das rechte tun, versprochen, dass das Paradies auf sie wartet. Wenige Verse später, in 5, 72, werden sie dann als Ungläubige postmortal in die Hölle verbannt.

Als drittes sei angeführt, dass den Muslimen in 9, 3 gesagt wird, dass sie für Abfall von ihrem Glauben die härtesten Strafen zu gewärtigen haben. In 2, 256 dürfen sie sich dagegen der Zusage erfreuen: „kein Zwang im Glauben. […]“

Offenbar hat der Verfasser des Koran die Widersprüche in ihm wohl auch selbst bemerkt. Er veröffentlichte in Sure 2, 106 folgendes:

Was wir auch an Versen aufheben oder in Vergessenheit bringen, wir bringen bessere oder gleiche dafür. Weißt du nicht, daß Allah über alle Dinge Macht hat?

Erst behauptet der Koran also in einer mekkanischen und damit in einer relativ frühen Sure, in Sure 6, dass keiner die Worte des Koran ändern könne. Dann behauptet er weiter, in einer späteren Sure, in einer frühen medinensischen Sure, in Sure 2, dass Allah seine Verse aufheben kann, er sich also widersprechen kann. In einer noch etwas späteren medinensischen Sure, in Sure 4, versichert er dann, die Widerspruchsfreiheit des Koran sei ein Merkmal seiner göttlichen Urheberschaft.

Also auch die Aussagen zur Widersprüchlichkeit des Koran sind in ihm selbst widersprüchlich.


Hier balanciert einer auf einem Seil und nicht auf einem roten Faden.
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