Internationaler Verein  "Aufklärung und Koran"   

 

Die besondere Faszination des Koran – Blick über den Zaun

Der Koran erkennt Allah auch als den Herrscher von allem, was „dazwischen“ ist. | (Zweite Tiefe)

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as „Dazwischen“ zu thematisieren – und zwar an vielen Textstellen – ist ein Alleinstellungsmerkmal des Koran im religiösen Schrifttum. So lesen wir z. B. in Sure 19, Vers 64: „und wir kommen nur auf Befehl deines Herren hernieder. Ihm gehört, was vor und hinter uns ist und was zwischen beiden liegt; und Dein Herr ist nicht vergesslich. Vers 65: Der Herr der Himmel und der Erde und was zwischen ihnen liegt. Drum diene ihm und beharre in seiner Anbetung.

Weißt Du etwa einen gleichen Namens?“

Auch hier – im „Zwischen“– Gottes (Allah’s) Allmacht zu behaupten, macht in der Tat den Eindruck eines sehr gründlichen religiösen Nachdenkens.
Auch sonst ist der Koran gründlich in seiner Allmachtbeschreibung.

So ist Allah an nichts gebunden, nicht an die Belohnung für gute Taten und auch nicht an
sein eigenes Wort.

Er tut, was er will.

Gerade auch die Sure 13 besingt die Allmacht Gottes (Allah`s) sehr erfindungsreich.Er ist sogar erhoben über alles, was möglich ist. Das arabische Wort: „al muta al“, das Allah zugeschrieben wird, bedeutet:“ erhaben über alles Existierende und Mögliche“.

Schön ist auch der Ausdruck in Sure 13: „Gott ( Allah ) hat die Himmel erhoben ohne irgendwelche Stützen, die ihr sehen könntet.“
Dies beschreibt Mohamed –„auf Gabriels Geheiß“—mit dem arabischen Begriff „Samawat“. Der Begriff bedeutet ein „Etwas, in dem alle Materie schwebt“.
Zum Werden von Tag und Nacht berichtet die Sure 13:

“Er lässt die Nacht den Tag bedecken“, womit genau das Erlebnis erdumkreisender Raumfahrer der Jetztzeit zu Sprache gebracht ist.

Bei all seiner Größe und Allmacht ist er aber auch streng; ebenfalls Sure 13: „Für das Feuer bestimmt sind die, die die Fesseln der eigenen Werke um den Nacken tragen.“

Zum Abschluss der Allmachts-Betrachtungen der Sure 13 noch eine wunderschöne Beschreibung der Allwissenheit des Allwissenden: “Er weiß alles, was jenseits der Reichweite der Wahrnehmung eines erschaffenen Wesens ist, wie auch alles, was durch die Sinne oder den Geist eines Geschöpfes wahrgenommen werden kann.“

Natürlich ist es auch die Gesamtansprache Koran, die fasziniert. Spricht Gott mit den Juden am Sinai bei der Gabe der 10 Gebote und mit den Christen in Jesus „So sollt ihr Beten“ bei Gabe des Vater-Unser, so haben die Musllime im Koran 6348 Verse, die direkte Rede sind.

Und nun zum Stil:

Der Koran arbeitet mit vielen Weglassungen, die Ergänzungen vom Leser erfordern. Dadurch erhält er einen poetischen, Gedanken-kreierenden Charakter.
Damit entspricht er der dialogischen Grundverfasstheit des Menschen.
Der Koran sucht die Tiefe, das tiefe bedeutsame Sprechen. Lange Passagen hinwegscheinen reine und hohe Einbildungskraft zu Wort zu kommen. Dabei „hebt er den Berg auf“ bei Sendung der Gebote auf die Bergspitze, oder „wem er ein hohes Alter gibt, dem beugt er die Gestalt“.



Quelle: Lundur39 (Taj Mahal), Flickr


 

Für manchen Sachverhalt hat der Koran ganz eigene Umschreibungen erfunden:

Den Rücken kehren = Fliehen;

Solche, die darauf aus sind, die Wahrheit zu leugnen = Ungläubige;

Kämpfen auf Allah’s Pfad = entweder Kämpfen im kriegerischen Dschihad oder verstärkte rituelle Preisung Allahs.

Im Koran wird harte Gedankenarbeit zu feststehenden Benennungen zusammengeführt, so dass der ganze Koran letztlich dasteht wie ein fest gefügtes Gedanken- und Glaubensgebäude.

Faszinierend ist auch, dass der Koran trotz aller Forschung nicht vollständig aufzuschlüsseln ist.

Wieder einmal erwähnt seien die einzelnen Buchstaben, die scheinbar ohne Bedeutung vor 29 Suren stehen. Man hat sie bisher nicht als Bedeutungsträger identifizieren können.

Zusätzlich ist festzustellen: eine Reihe von Suren bleibt in ihrer zeitlichen Einordnung umstritten: 1/13/55/61/64/83/97/99/112/113/114.